Schuke-Orgel Leipzig, Gewandhaus

Im 1977 erbauten Neuen Gewandhaus erbaute die Orgelbaufirma Alexander Schuke (Potsdam) 1981 eine Konzertorgel. Das Schleifladen-Instrument verfügt über 91 Register (6.638 Pfeifen) auf vier Manualen und Pedal. Es ist mit mechanischen und elektrischen Tontrakturen und elektrischen Registertrakturen ausgestattet. Die Pfeifenanzahl 6638 stammt aus der Zeit vor der Erweiterung um zwei Register im Jahr 2008.

Der Haupt-Spieltisch befindet sich unterhalb des Schwellwerks bzw. des darüber liegenden Oberwerks. Das Hauptwerk befindet sich auf der linken Seite, das Positiv und das Pedalwerk auf der rechten Seite. Das Pedalwerk ist im Prospekt in Groß- und Kleinpedal unterteilt. Das Kleinpedal befindet sich im Prospekt zwischen Groß-Pedal und Oberwerk. Das Positiv mit seinem 4′-Prospekt steht unter dem Klein-Pedal. Da die größte Prospektpfeife, das Subkontra E (20,6 Hz) des Principal 32′, mit ihrer klingenden Länge von ca. 7,50 m und einer Gesamtlänge von ca. 9,6 m bereits bis knapp unter die Decke reicht, wurden die Pfeifen für die tiefsten Töne C – Dis als geschlossene Pfeifen, die mit der halben Länge einer offenen Pfeife auskommen, gebaut. Diese stehen als baumstammdicke Metallpfeifen hinter dem Prospekt im Pedalturm. Eine Besonderheit ist das Trompetenwerk, das horizontal über den Spieltisch in den Raum hineinragt. Solche Horizontaltrompeten nennt man auch umgangssprachlich Spanische Trompeten.

1987 erhielt die Orgel ihren bereits 1977 konzipierten Endausbauzustand. Die Orgelbaufirma Otto Heuss in Lich entwickelte dazu einen zweiten, mobilen Spieltisch, von dem aus das Instrument spielbar ist. Er befindet sich auf dem Orchesterpodium.

2008 wurde die Orgel einer Generalreinigung unterzogen. In diesem Zusammenhang wurde die Elektrik erneuert und die Elektronik auf ein computergestütztes Steuerungssystem umgestellt. Als zusätzliche Register wurde im Hauptwerk das Register Cornett V und im Pedal das Register Untersatz 32′ eingebaut.
(wikipedia)

Disposition

Die Disposition dieses gewaltigen Werkes können Sie auf wikipedia.de nachlesen.

Vom Vogtländischen Orgelbau Thomas Wolf wurde 2008 das 32'-Untersatz-Register gebaut.