Generalüberholung historisch wertvoller Orgeln in Sachsen, Thüringen und darüber hinaus Holzpfeifen, Windladen und Balganlagen aus eigener Werkstatt Klangliche Rekonstruktion wertvoller Instrumente anhand historischer Vorbilder Orgelbau ist handwerkliche Perfektion und Liebe zum Detail Metallpfeifen aus eigener Fertigung vom Guss der Bleche bis zur fertigen Pfeife Gründlichkeit, Akribie und Ganzheitlichkeit – wichtige Prinzipien für perfekte Ergebnisse Orgelneubau, Restaurierung und Rekonstruktion von Orgeln

Firmengeschichte

Im Jahre 1959 wurde die Orgelbauwerkstatt in Gehren/ Thüringen von Orgelbaumeister Hartmut Schüßler gegründet. Als reiner Reparaturbetrieb beschränkte sich seine Tätigkeit auf den Mittel- und Westthüringer Raum. Geschäftliche Kontakte nach Ostthüringen ließen 1969 den Entschluss reifen, in die Kreisstadt Greiz überzusiedeln. Die Firma blieb Zeit des Bestehens der DDR in privatem Besitz. Die Zahl der Beschäftigten war deshalb limitiert. Neben Wartungen, Instandsetzungen und Restaurierungen erstellte der Handwerksbetrieb in jedem Jahr eine neue Orgel. Die Größe der Instrumente reichte vom kleinen Orgelpositiv bis hin zu zweimanualigen Orgeln mit bis zu 28 Registern. Auf Grund der beengten Werkstattverhältnisse waren kaum größeren Projekte realisierbar. In den späteren Jahren kam die Herstellung von Truhenorgeln dazu. Im März 1997 beendete Herr Schüßler seine aktive Zeit im Orgelbau und trat seinen Ruhestand an.

Ich, Orgelbaumeister Thomas Wolf, kaufte im April 1997 die Schüßlersche Werkstatt und führe seitdem die Geschäfte. Meine Ausbildung zum Orgelbauer begann nach dem erfolgreichen Abschluss der Tischlerlehre im Jahr 1983. Diese Ausbildung konnte ich 1986 mit Erstellung des Gesellenstückes positiv beenden. Fortan lag mein Arbeitfeld in der Herstellung von Metallpfeifen bis Achtfußlänge in der Werkstatt in Greiz. Später wurde mir die eigenverantwortliche Leitung der Pfeifenwerkstatt übertragen. Ab 1994 kam mit der Intonation und Stimmung unserer Instrumente ein neuer Bereich hinzu, dem ich mich äußerst intensiv widmete. Nach und nach wurden mir eigenverantwortliche Intonationsprojekte besonders auf dem Gebiet der Restaurierung von romantischen Orgeln überantwortet.

Nachdem Herr Schüßler seinen Ruhestand ankündigte, entschloss ich mich 1994 zur Anmeldung für die Meisterausbildung in Ludwigsburg. Die Ausbildung besuchte ich in Vollzeit von September 1995 bis September 1996. Mit Abschluss der Ausbildung und erfolgreicher Prüfungsteilnahme wurde mir der Meisterbrief von der Handwerkskammer Stuttgart überreicht.

Wie zuvor erwähnt, lenke ich die Geschicke der Werkstatt seit April 1997 in der Greizer Werkstatt. Neben umfangreichen Restaurierungen aller Orgelbauepochen vom Barock an wurde uns 1998/99 eine besondere Aufgabe übertragen. Es handelte sich um die Restaurierung und technischen Umbau der Eggert/Stahlhut-Orgel in der katholischen Pfarrkirche St. Michael in Kirchen. Das schöne romantische Orgelwerk befand sich in desolatem technischen und klanglichen Zustand. Für die Arbeiten war der Zeitraum zwischen 1999 und 2001 festgelegt. Der engagierte Förderverein besuchte unsere Werkstatt und besichtigte diverse Instrumente, um sich ein objektives Bild unserer Leistungsfähigkeit zu machen.

Mit der Auftragserteilung reifte sofort der Entschluss ein anderes, wesentlich geräumigeres Werksattgebäude zu suchen. In Limbach, nahe meiner Heimatstadt Netzschkau, unweit der Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtland zwischen Zwickau und Plauen gelegen, wurde ich fündig. Ein sanierungsbedürftiges Webereigebäude aus dem 19. Jahrhundert erschien mir, meiner Frau und unseren Mitarbeitern sofort als bestens geeignet. Die Um- und Ausbaumaßnahmen für optimale Arbeitsbedingungen erfolgten im Jahr 2001. Im Zeitraum von Januar bis März 2002 wurde die Betriebstätte von Greiz nach Limbach verlagert. Von da an konnten wir in unserer sehr gut eingerichteten Werkstatt auf ca. 550 m² unsere Projekte sinnvoll und effektiv durchführen.

Seit Herbst 2003 bin ich Mitglied der sächsischen Orgelakademie mit Sitz in Lichtenstein bei Zwickau. Seit kurzem ist die Orgelakademie Aninstitut der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden.